Kindergarten in kirchlicher Trägerschaft

Betreuungsplätze in Kindergärten einzurichten, ist eine staatliche Aufgabe, für die die Kommunen verantwortlich sind. Wo es möglich ist, wird diese Aufgabe anderen Institutionen übertragen, wie zum Beispiel der Kirche. Dennoch tragen die Kommunen dabei den größten Teil der Kosten. Es steht der Kirche als Träger frei, die pädagogische Arbeit nach eigenen Grundsätzen auszurichten, aber auch ein evangelischer Kindergarten bleibt eine öffentliche Einrichtung -  und wie jeder andere schuldet er den Kindern eine verantwortete sozialpädagogische Arbeit.

Der Kindergarten ist in der Kirchengemeinde die zentrale Anlaufstelle für junge Familien und das bedeutendste Angebot für Kinder. Der Kindergarten ist eine Sozialeinrichtung und erfüllt den sozialpolitischen Auftrag des Grundgesetzes und des Kinder- und Jugend-Hilfegesetzes (KJHG). Er erleichtert bzw. ermöglicht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Durch die familienunterstützende Funktion kann der Kindergarten im Sinne von „Diakonie“ – als der weltzugewandten Seite der Gemeinde - wirken.

Der Bildungsauftrag des Kindergartens ist inzwischen unbestritten. Bildung schließt auch religiöse Bildung ein.

Kinder wachsen in verschiedenen Bezugsräumen auf, die ihre Entwicklung prägen. Die Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft bieten solch einen Raum, in dem die Kinder ganz früh Wärme, Annahme, Geborgenheit und Verständnis erfahren.

Noch bevor die Kinder von Gott erfahren, sind es im weitesten Sinn religiöse Fragen, wenn wir von den Werten des Christentums in ihrem Lebensbezug „Kindergarten“ sprechen.

Dem kirchlichem Träger ist bewusst, welch hohe Verantwortung die pädagogischen Mitarbeiter/innen tragen, wenn sie im täglichen Miteinander christliche Werte wie gegenseitige Achtung, Wertschätzung, Achtung der Schöpfung und Mitgefühl vorleben.

Der kirchliche Träger möchte ein schützendes Dach bieten für Mitarbeiterschaft, Eltern und Kinder.

Für die Mitarbeitenden:

  • Begleitung
  • Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung

Für die Eltern und Kinder:

  • Ansprechpartner

Kirchliche Trägerschaft bedeutet auch ein Stück Lebensbegleitung:

  • der Kinder in den ersten Lebensjahren bis zur Einschulung
  • der Eltern in vielen Fragen der Erziehung
  • der Mitarbeitenden in ihrem wichtigen Dienst für die Kinder

Kirchliche Trägerschaft heißt, dass die Kirche erfahrbar wird im Alltag und in den ganz praktischen Fragen der Lebensgestaltung. Verkündigung geschieht nicht nur im Wort, sondern in der Lebensbegleitung.

Christsein verwirklicht sich im Alltag des Kindergartens, wenn die Kinder erleben, wie Menschen einander begleiten, stärken und fördern, Anteil aneinander nehmen und eine friedliche Gemeinschaft schaffen.

 

Die Trägerschaft ist in den Händen

vom Kindertagesstättenwerk/ Kirchenkreis Ostholstein

Geschäftsführerin Frau Beate Brand

Königsstr. 8

23730 Neustadt

04521/ 8005370